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#4-Kindersitz auf Reisen

BoostApak Reisekindersitz Krümels große Reise
Bild: https://www.trunki-kinderkoffer.de/

Kindersitz auf Reisen

 

Das ist ein schwieriges Thema, finde ich. Ich glaube, dass ich generell keine Glucken-oder Helikoptermutti bin, beim Thema Kindersitz bin ich aber doch eben sehr auf Sicherheit bedacht und würde unseren Sitz am allerliebsten überallhin mitnehmen. Auf der anderen Seite darf man in Deutschland irrsinnigerweise ja auch Linienbus fahren ohne sich anzuschnallen und Kindersitze sind sowieso keine Pflicht. Von der Größe her dürfte unser Krümel ja sogar schon alleine mit Sitzerhöhung fahren...(?) Letzte Woche erzählte mir eine Freundin von ihrem Portugal-Urlaub, wo sie unter anderem einen Ausflug gemacht haben mit Bus bzw. Taxi. Ihre 4-jährige Tochter habe auf einer Sitzerhöhung gesessen, ihren 6-Monate alten Sohn habe sie auf einer Fahrt sogar nur in der Manduca vorm Bauch gehabt und das, wo sie zuhause in Deutschland Reboarder benutzen (nicht nur im eigenen Auto, sondern auch bei der Oma). Einfach, weil es gerade nicht anders ging. Sie merkt selber an, wie komisch wir sind, in Deutschland immer auf die allerhöchste Sicherheit bedacht und im Urlaub mehr oder weniger (gezwungenermaßen) leichtsinnig darauf pfeifen?!

 

So ist das nun mal und ich glaube damit muss man leben, ansonsten darf man sein Zuhause bzw. das Heimatland nicht verlassen oder nur sehr ausgewählte Ziele ansteuern. Das ist uns bewusst, trotzdem können wir  ja die größtmögliche Sicherheit, die es zu kriegen gibt, nehmen! Aus diesem Grund haben wir uns informiert. In Neuseeland haben wir das Glück, das in der Campermiete bereits ein Kindersitz enthalten ist. In Südostasien werden wir vorwiegend mit dem ÖPNV bzw. Taxis unterwegs sein. Bei innereuropäischen Reisen nehmen wir einen eigens dafür angeschafften Kindersitz (von der Firma kiddy) mit ins Flugzeug, der sonst beim Opa im Auto ist. Er ist fürs Flugzeug zugelassen. Wir melden ihn an und nehmen ihn mit in die Kabine, so sitzt der Krümel dann zusätzlich sicher und wir haben den Sitz die ganze Zeit in unserer Obhut, er kann nicht mutwillig durch die Gegend geworfen werden oder anderweitig beschädigt. Und am Urlaubsort angekommen haben wir dann gleich ein sicheres Transportmittel für den Mietwagen, den wir ja meist am Flughafen in Empfang nehmen.

 

Für Langstreckenflüge hatten wir bisher den luftikid, einen aufblasbaren Kindersitz, der eine offizielle Zulassung hat. Der ist schnell aufgepustet und ins Taxi gepackt. Darin fühlte sich unser Krümel aber beim letzten Mal schon nicht mehr richtig wohl.

 

Also musste etwas Neues her. Nach kurzer Recherche stieß ich auf den BoostApak von trunki (die Firma trunki ist einigen evtl. durch die niedlichen Kinderkoffer -meist in Form von Tieren- bekannt, auf denen die Kinder sitzen und durch den Flughafen rollen oder gezogen werden können). Es ist eine Mischung aus Sitzerhöhung mit Halterungen für den Gurt an beiden Seiten und einem Hartschalenrucksack. So kann das Kind ihn z.B. als Handgepäck mit ins Flugzeug nehmen und gleichzeitig seine Spielsachen reinpacken. Auf dem Flughafengelände kann es ihn selber auf dem Rücken tragen und im Taxi dann schnell ausklappen und zumindest etwas sicherer sitzen. Also vor allem höher sitzen, was zwei Aspekte hat, einmal den Sicherheitsaspekt bzgl. der Führung des Sicherheitsgurtes (zusätzlich nehmen wir auch immer noch einen Gurtschoner mit, damit es am Hals nicht einschneidet) und einmal den Aspekt, dass er dann besser aus dem Fenster sehen kann. Und zuhause kann man boostapak später auch als Sitz für die Großeltern oder Fahrgemeinschaften etc. verwenden. Und natürlich auch für andere Urlaube, so spart man die Leihgebühr für Kindersitze, falls man bisher welche ausgeliehen hat. Weiterhin glänzt der Sitz mit einem abnehmbaren und waschbaren Bezug sowie in Rucksackfunktion mit ergonomischem Rückenteil.

 

Hier die Daten des Sitzes:

 

Volumen: 8 l

 

Größe: 40x36x18

 

Tragegewicht: 15-36 kg

 

Alter: 4-12 Jahre

 

Gewicht des Sitzes: 998g

 

Hand luggage approved

 

 

 

Ganz billig ist das Teil leider nicht mit seinen knapp 60 Euro und gebraucht ist er auch kaum zu kriegen, aber in jedem Fall eine lohnenswerte Investition, denken wir. Kurzfristig getestet wurde er schon vom Krümel. Was der Langzeittest sagt, verraten wir euch später.

 

Nachtrag vom 18.09.18: Zusätzlich werden wir noch einen Gurtschutz für den Krümel mitnehmen.

 

 

 

 

 

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